Bodo Windmöller verstärkt Mediform ab sofort als Co-Geschäftsführer und Chief Operating Officer. Er übernimmt die operative Verantwortung für Vertrieb, Marketing, Customer Success, Partner-Management und HR. Gründer Jochen Krause führt Mediform weiterhin als CEO und konzentriert sich auf Produktvision, Tech-Roadmap und Innovation.
Wir freuen uns sehr über diesen Schritt, und über einen Menschen, der Mediform ohnehin schon länger kennt als die meisten. Bodo Windmöller begleitet das Unternehmen bereits als Investor. Jetzt wechselt er von der Beobachter- auf die Verantwortungsseite.
Wer Bodo Windmöller ist
Bodo Windmöller bringt über 25 Jahre Erfahrung aus drei Welten mit, die selten in einer Person zusammenkommen: Unternehmensberatung, Softwaregeschäft und die Führung von B2B-Unternehmen.
Er war unter anderem Geschäftsführer der Regnology Germany GmbH (vormals BearingPoint Software Solutions) — ein Anbieter für regulatorisches Meldewesen, der sich in dieser Zeit zum europäischen Marktführer entwickelt hat. In Leitungsfunktionen hat er Organisationen mit bis zu 400 Mitarbeitenden verantwortet.
Was ihn für uns interessant macht, ist weniger die Größe der Zahlen als die Art des Wachstums: Software an Unternehmenskunden zu verkaufen, die eine hohe Erwartung an Verlässlichkeit haben und wenig Toleranz für Ausfälle, das beschreibt eine Arztpraxis ziemlich gut.
Auf die Frage, warum er den operativen Schritt geht, hat er selbst eine kurze Antwort gegeben: in einem Unternehmen wirken, das echten Mehrwert für seine Kunden schafft, auf Basis hochinnovativer Technologie, mit einem starken Team und viel Potenzial.
Wie sich die Verantwortung aufteilt
Doppelspitze klingt schnell nach geteilter Verantwortung. Gemeint ist das Gegenteil: zwei klar getrennte Zuständigkeiten, damit beide Seiten volle Aufmerksamkeit bekommen.
Jochen Krause, CEO | Bodo Windmöller, COO | |
|---|---|---|
Fokus | Produkt und Technologie | Markt und Betrieb |
Verantwortet | Produktvision, Tech-Roadmap, KI-Entwicklung, Innovation | Vertrieb, Marketing, Customer Success, Partner-Management, HR |
Leitfrage | Was muss unser Assistent als Nächstes können? | Wie kommt er zuverlässig in jede Praxis, die ihn braucht? |
Jochen Krause hat Mediform 2022 als Spin-off der Innoopract Informationssysteme GmbH mitgegründet und den KI-Telefonassistenten MediVoice von der ersten Zeile Code an mit aufgebaut. Er bleibt CEO und bleibt beim Produkt.
Warum jetzt: Was hinter der Entscheidung steht
Immer mehr Praxen verlassen sich darauf, dass Mediform automatisch erledigt, was keine menschliche Entscheidung braucht: Anrufe annehmen, Termine vereinbaren und verschieben, Rezeptanfragen aufnehmen — rund um die Uhr, auch mittwochnachmittags und am Wochenende. Über 1.000 Ärztinnen und Ärzte arbeiten inzwischen damit.
Ab einer bestimmten Größe verschiebt sich die entscheidende Frage. Sie lautet nicht mehr „Funktioniert die Technologie?" — sie lautet „Startet jede neue Praxis genauso reibungslos wie die letzte?". Das ist keine Produktfrage mehr, sondern eine Frage von Prozessen, Onboarding, Support und Partnerschaften. Genau dieser Bereich bekommt jetzt eine eigene Geschäftsführung.
Für ein Unternehmen in unserer Phase ist das der normale, aber nicht selbstverständliche Schritt: Man kann ihn zu früh gehen und Overhead bauen, oder zu spät und die Kundschaft die Wachstumsschmerzen spüren lassen. Wir halten den Zeitpunkt für richtig.
Was sich für Praxen ändert
Kurzfristig: nichts, was Sie merken müssten. Ihr Assistent läuft weiter, Ihre Ansprechpartner bleiben dieselben.
Mittelfristig geht es um drei Dinge, an denen sich der Erfolg messen lässt:
Schnellere Einführung. Vom ersten Gespräch bis zum ersten automatisch angenommenen Anruf sollen möglichst wenige Schritte liegen — und keiner davon soll Ihr Team länger als nötig beschäftigen. Wie der Umstieg heute abläuft und warum Ihr bestehendes Praxisverwaltungssystem dabei bleiben kann, steht bei den unterstützten Praxisverwaltungssystemen.
Erreichbarer Support. Wer digitalisiert, hat Rückfragen. Sie sollen zügig und von jemandem beantwortet werden, der den Praxisalltag kennt, nicht nur das Produkt.
Verlässliche Weiterentwicklung. Weil das operative Geschäft eine eigene Führung hat, kann sich die Produktseite auf das konzentrieren, wofür Praxen uns eigentlich holen: dass der Assistent mehr selbst erledigt, statt nur zu notieren.
Wenn Sie gerade erst prüfen, ob ein KI-Telefonassistent für Ihre Praxis infrage kommt: Wir haben alle Anbieter im Detailvergleich gegenübergestellt, und die häufigsten Rückfragen sind in unseren Fragen und Antworten zu KI in der Arztpraxis gesammelt.
Was sich für Partner ändert
Mediform kommt in vielen Praxen nicht direkt an, sondern über Praxisverwaltungssysteme, Systemhäuser und IT-Dienstleister. Dieses Netzwerk wollen wir deutlich ausbauen — es ist der realistischste Weg, Praxen zu erreichen, die von sich aus nicht nach KI suchen.
Was das konkret heißt: mehr Ressourcen, strukturierte Schulungen und direkter Ansprechpartner-Support, damit Partner ihre Kunden eigenständig begleiten können. Das Partner-Management liegt ab sofort in Bodo Windmöllers Verantwortung. Wer mitmachen möchte, findet den Einstieg im Partnerprogramm.
Worum es bei Mediform geht
Für alle, die neu hier sind, in drei Sätzen:
Mediform entwickelt einen KI-Telefonassistenten für Arztpraxen. MediVoice nimmt Anrufe selbstständig entgegen, vereinbart und verschiebt Termine im Praxiskalender, nimmt Rezeptanfragen auf und leitet dringende Anliegen an das Praxisteam weiter, ohne dass jemand die Notizen hinterher abarbeiten muss. Die Verarbeitung erfolgt DSGVO-konform auf Servern in Deutschland; die Plattform verfügt über ein BSI-C5-Testat nach den Anforderungen des § 393 SGB V.
Der Unterschied, auf den es uns ankommt: Ein Assistent, der ein Anliegen nur aufnimmt und weiterreicht, verschiebt Arbeit. Einer, der sie erledigt, nimmt sie weg.
Willkommen im Team, Bodo.
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