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Produktneuigkeiten

Produkt-Update August 2026: Ausgehende Anrufe und Bulgarisch

Zwei neue Funktionen: Der Telefonassistent begrüßt Patienten jetzt auch bei ausgehenden Anrufen mit eigenem Text, und spricht ab sofort Bulgarisch.

Produkt-Update August 2026: Ausgehende Anrufe und Bulgarisch

Seit dem 20. August 2026 gibt es zwei Neuerungen im Assistenten. Praxen legen ab sofort selbst fest, mit welchem Satz sich der Assistent meldet, wenn er einen Patienten anruft, bisher ließ sich das nur über unseren Support einrichten. Und Bulgarisch steht jetzt wie jede andere Sprache in den Einstellungen zur Auswahl.

Beides finden Sie an derselben Stelle: Einstellungen → Assistent → „Begrüßung & Sprachen".

Begrüßung für ausgehende Anrufe: eigener Text, eigene Tonalität

Der Telefonassistent kann Patienten selbst anrufen. Welchen Satz er dabei als Erstes spricht, bestimmt die Praxis ab sofort selbst, in den Einstellungen, ohne Umweg über den Support.

Ein ausgehender Anruf beginnt anders als ein eingehender. Ruft ein Patient in der Praxis an, reagiert der Assistent auf das, was der Anrufer sagt. Ruft der Assistent selbst an, spricht er zuerst, unabhängig davon, was der Angerufene beim Abheben sagt. Er muss also von sich aus klären, wer da anruft und warum. Ein Patient, der einen unbekannten Anruf annimmt und nicht sofort einordnen kann, wer spricht, legt auf. Genau deshalb braucht dieser Anruf einen eigenen ersten Satz, und nicht die Begrüßung, die für eingehende Anrufe gedacht ist.

Was sich ändert

Das neue Feld liegt direkt neben der bekannten Begrüßung. Sie können den Text für die gesamte Praxis hinterlegen oder je Standort abweichend formulieren, genauso, wie Sie es von der Begrüßung für eingehende Anrufe kennen.

Ein guter Begrüßungstext beantwortet drei Fragen in einem Satz: Wer ruft an, ist das ein Mensch oder ein digitaler Assistent, und in wessen Auftrag geschieht der Anruf. Zum Beispiel:

„Guten Tag, hier spricht Lea, die digitale KI-Assistentin der Hausarztpraxis Mediform. Ich rufe Sie im Auftrag des Praxisteams an."

Die Transparenz ist kein Beiwerk, sondern der Grund, warum das Gespräch überhaupt funktioniert: Wer weiß, mit wem er spricht, bleibt dran.

Der praxisweite Text lässt sich nicht leer speichern. Das ist Absicht, ohne diesen Satz kann der Assistent keinen Anruf beginnen, und ein Anruf, der nie zustande kommt, fällt im Alltag erst auf, wenn jemand nachfragt.


Was Praxen dafür brauchen

Der Begrüßungstext ist ein Baustein von mehreren. Damit der Assistent tatsächlich anruft, müssen fünf Dinge zusammenkommen:

  1. Ausgehende Anrufe sind für Ihre Praxis freigeschaltet. Das richten wir für Sie ein, sprechen Sie Ihren Ansprechpartner an.

  2. Die Patientenerkennung ist aktiv. Der Assistent ruft nur Patienten an, die er der Praxis eindeutig zuordnen kann.

  3. Ein Begrüßungstext für die gesamte Praxis ist hinterlegt. Das ist das neue Feld.

  4. Der Anlass des Anrufs ist freigeschaltet — also der konkrete Grund, aus dem der Assistent anruft.

  5. Am Standort ist eine Telefonnummer hinterlegt. Sie wird dem Patienten als Rufnummer angezeigt.

Fehlt eine dieser Voraussetzungen, startet der Anruf nicht. Wenn Sie unsicher sind, ob bei Ihnen alles gesetzt ist: In der Schritt-für-Schritt-Anleitung im Help-Center steht, wo Sie das prüfen, oder Sie fragen kurz bei uns nach.

Wie der Assistent im Praxisalltag arbeitet, welche Anliegen er übernimmt und wo er an das Team übergibt, steht in MediVoice im Überblick. Welche unterstützten Praxisverwaltungssysteme angebunden sind, finden Sie in der Integrationsübersicht.

Ihr Assistent spricht jetzt auch Bulgarisch

Bulgarisch lässt sich seit August 2026 in den Einstellungen als Assistenzsprache auswählen. Damit führt der Telefonassistent Gespräche in 21 Sprachen.

Was sich ändert

Sie fügen Bulgarisch in der Liste „Unterstützte Sprachen" hinzu — mehr ist nicht zu tun. Die Startsprache bleibt, wie sie ist: Der Assistent begrüßt weiterhin auf Deutsch und wechselt erst, wenn der Anrufer darum bittet.

Warum das mehr ist als ein Häkchen in einer Liste: Am Telefon entscheidet sich, wie dringend ein Anliegen eingeschätzt wird. Ein Patient, der seine Beschwerden nur bruchstückhaft schildern kann, bekommt im Zweifel den falschen Termin — zu spät, zu kurz oder beim falschen Ansprechpartner. Wer in seiner Muttersprache erklären kann, was ihm fehlt, wird richtig eingeordnet. Das entlastet nicht nur den Patienten, sondern auch das Team, das sonst mit Rückfragen und Terminverschiebungen nacharbeitet.

Besonders spürbar ist das dort, wo viel Erstkontakt über das Telefon läuft: in Hausarztpraxen und in der Kinder- und Jugendmedizin, wo häufig Angehörige für jemand anderen anrufen.

Die Sprachauswahl gilt für das Telefon. Für den Erstkontakt über Ihre Website gibt es MediChat für die Praxis-Website.

Alle Änderungen dieser Ausgabe im Überblick

Funktion

Was ist neu

Für wen

Was zu tun ist

Begrüßung für ausgehende Anrufe

Eigenes Feld in den Einstellungen, praxisweit oder je Standort. Bisher nur über den Support einstellbar.

Praxen, für die ausgehende Anrufe freigeschaltet sind

Begrüßungstext hinterlegen und die fünf Voraussetzungen prüfen

Bulgarisch als Assistenzsprache

Bulgarisch steht in der Sprachauswahl zur Verfügung. Insgesamt 21 Sprachen.

Alle Praxen

Nichts. Sprache bei Bedarf hinzufügen

Frühere Produkt-Updates

Dies ist die erste Ausgabe. Ab September erscheint das Produkt-Update monatlich, mit allem, was im Assistenten neu dazugekommen ist, in derselben Form.

Wenn Sie zuerst wissen möchten, wie sich die Lösungen am Markt unterscheiden: Alle Anbieter im Detailvergleich. Grundsätzliche Fragen beantwortet KI in der Arztpraxis: Fragen und Antworten.